Was beschäftigt den Barfer, Platz 1

Lange musstet ihr warten, doch nun ist er da, der Platz 1 meiner Top 3. Trommelwirbel…….

Es ist, wer hätte es gedacht: „Richtig barfen“. Manchmal rauft es mir echt die Haare, wenn ich lese: „Wir haben unseren Hund auf BARF umgestellt, er bekommt nun seit drei Tagen Pansen und hat Durchfall. Was soll ich machen?“ Oder: „Muss ich außer Fleisch und Knochen noch etwas füttern?“ Da muss ich manchmal tief durchatmen und bis 10 zählen 😉 Wenn man einen Hund barfen möchte, sollte man sich im Vorfeld ein wenig informieren. Einen gesunden Hund zu barfen ist nun wirklich nicht schwer, setzt aber trotzdem voraus, dass man sich mit der Materie ein wenig befasst. Wir orientieren uns beim Barfen am potentiellen Beutetier des Wolfes. Ja, ich weiß, Domestikation und so, ich höre schon einige aufschreien. Aber: der Hund unterscheidet sich in seiner DNA mit weniger als 0,2% zu der DNA des Wolfes. Zum Vergleich Mensch -> Schimpanse: 2%. Also bleibt der Wolf weiterhin unser „Mustertier“ für die Berechnung der Ernährung anhand seines potentiellen Beutetiers. Und das sieht beim Barfen eines gesunden adulten Hund so aus: 40 % Muskelfleisch (1x die Woche durch die gleiche Menge Seefisch ersetzen), 16 % Pansen / Blättermagen, 4 % Leber, 2 % Niere, 2 % Lunge, 2 % Herz, 2 % Milz, 12 % RFK (rohe fleischige Knochen), 5 % Obst, 15 % Gemüse. Bevorzugt sollte das Fleisch stückig gefüttert werden. Für die Umstellungsphase kann man gerne auf gewolftes Fleisch zurückgreifen, jedoch sollte das Ziel stückiges Fleisch sein. Fertige Mixe sind auch nicht so ideal, selbst zusammenstellen ist auch hier deutlich besser. Dazu kommt ein gutes Omega 3-6-9-Öl und Seealgenmehl. Die Umstellung auf BARF erfolgt in kleinen Schritten, jedoch sollte man nicht mit Pansen beginnen, sondern mit hochverdaulichem Muskelfleisch. Die Fettmenge darf am Anfang auch noch niedrig gehalten werden. Nach wenigen Tagen die nächste Zutat und das Fett erhöhen, bis man bei der vollwertigen Ration ankommt. Der Körper des Hundes benötigt ca. 4-6 Wochen für die Umstellung. Es kann dabei auch schon mal zu weichem Kot kommen, das ist ganz normal. Und das war es auch schon. Nicht wirklich kompliziert, oder? Sollte man sich als Hundehalter trotzdem unsicher sein, gibt es uns ausgebildete Ernährungsberater. Ich stehe auch noch lange nach der Umstellung eines Hundes auf BARF für meine Kunden und ihre Fragen zur Verfügung.

 

Top 3 Platz 1